Gemeinde Biebelried
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MÄRCHENLAND Deutsches Zentrum für Märchenkultur

Biebelried, den 03.09.2018

„MÄRCHEN UND DEMENZ" - eine neue Präventionsmaßnahme in bayerischen Pflegeheimen Die Pflegekasse der AOK Bayern, der IKK classic, der KNAPPSCHAFT und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau - SVLFG fördern mit „MÄRCHEN UND DEMENZ" eine neue Präventionsmaßnahme in 150 stationären Pflegeeinrichtungen in Bayern. Professionelle MÄRCHENLAND-Demenzerzähler rufen in stationären Pflegeeinrichtungen durch ihre einfühlsamen Erzählungen von beliebten Märchenfiguren wie Schneewittchen oder Rumpelstilzchen Kindheitserinnerungen wach und öffnen so bei Demenzerkrankten sanft die Tür ins Langzeitgedächtnis. Die bisher in Deutschland einzigartige Maßnahme fördert die psychosoziale Gesundheit der betroffenen Senioren, stärkt die kognitiven Fähigkeiten und hilft Depressionen vorzubeugen. Die Präventionsmaßnahme dauert insgesamt fünf Monate und umfasst mehrere Bausteine, wie z.B. „partizipatives Märchenerzählen", nachhaltige Multiplikator/innen-Schulungen für das Pflege- und Betreuungspersonal zum/zur Märchenvorleser/in sowie eine Evaluierung. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die stationären Pflegeeinrichtungen damit in die Lage versetzt, danach das Programm selbst weiterzuführen. Die Teilnahme an dem dreijährigen Programm ist für stationäre Pflegeeinrichtungen kostenfrei. In Senioreneinrichtungen werden Märchen gerne vorgetragen. Neu ist, Märchen gezielt als psychosoziale Intervention nach einem wissenschaftlich erarbeiteten Qualitätsstandard in der Pflege einzusetzen. Die Präventionsmaßnahme „MÄRCHEN UND DEMENZ" wurde auf der Grundlage einer vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegebenen vierjährigen wissenschaftlichen Studie und in Kooperation mit der Alice Salomon Hochschule Berlin entwickelt und entspricht den gesetzlichen Anforderungen. So sind die Pflegekassen seit Einführung des Präventionsgesetzes verpflichtet, Präventionsmaßnahmen auch in stationären Pflegeeinrichtungen zu unterstützen. Interessierte stationäre Pflegeinrichtungen, die an der Präventionsmaßnahme teilnehmen wollen, wenden sich an Monika Panse, panse@maerchenland-ggmbh.de oder telefonisch unter 030 34 70 94 79. Informationen unter: www.marchenunddemenz.de